Dreimal pro Woche fahre ich mit dem Rennvelo von Cham nach Zürich und zurück —
180 Kilometer und rund 6 Stunden Sport pro Woche, bei jedem Wetter, das ganze
Jahr. Nicht zusätzlich zum Alltag, sondern statt Zug und Auto.
Diese Seite sammelt, was dabei messbar herauskommt. Nicht Meinungen darüber, was
funktioniert, sondern Zahlen aus über 700 Fahrten, täglichen Gewichtsdaten,
Powermeter-Aufzeichnungen und zwei Jahren Verlauf.
Ich teile hier meine Erfahrungen mit dem Ziel, euch zum Velofahren zu motivieren
— insbesondere weg von Auto oder ÖV, hin zum Velo. 🙂 Darüber hinaus kommen auch
die Ehrgeizigen unter euch nicht zu kurz.
Ein paar Beispiele, die hier ausführlich stehen:
Langsamer fahren macht schneller. Zweieinhalb Jahre bin ich jeden Weg im
Vollgas gefahren. Seit ich konsequent im Grundlagenbereich unterwegs bin,
steigt die Leistung bei gleichem Puls. → Trainingsplan
Zwei Powermeter, 24 Watt Unterschied. Nicht Form, sondern Gerät. Wie man
das physikalisch nachrechnet, statt zu raten. → Velos
Eine gewachste Kette hielt 6'450 km, die drei davor 2'360 bis 3'140.
→ Velos
Reifen hinten ~4'000 km, vorne 14'450 — beide bis aufs sichtbare Gewebe
gefahren. → Velos
Lohnt sich das finanziell? Ausgaben, Ersparnis und der Break-even zwischen
Einzelbillett und Abo — vollständig offengelegt. → Kosten
Alles hier — Analysen, Skripte, Texte und diese Website — ist mit
Claude Code entstanden. Ich filme unterwegs
auf Schweizerdeutsch, Claude transkribiert nach Hochdeutsch, gleicht die Zahlen
gegen meine Fahrdaten ab, brennt Untertitel ein und schreibt die Texte.
Das ist kein Marketing-Satz, sondern eine Offenlegung: Die Auswertungen sind so
gut wie die Daten und die Physik dahinter — und wo etwas unsicher ist, steht das
dabei. Mehrfach lag die Analyse zuerst daneben und wurde erst durch eine
Gegenprobe richtig. Diese Fälle sind hier dokumentiert, nicht versteckt.
Dreimal die Woche mit dem Rennvelo von Cham nach Zürich und zurück — bei jedem Wetter, das ganze Jahr. Hier steht, was dabei messbar herauskommt: Trainingsdaten, Materialverschleiss, Physik statt Bauchgefühl.
Die Zeitumstellung ist für Pendler die beste der drei Varianten
Heute Nacht wurden die Uhren zurückgestellt. Die naheliegende Frage: Wäre es ohne Umstellung besser? Gerechnet über 214 Fahrten aus 2026 mit Sonnenauf- und -untergang für Cham, dazu die Zeit im Dunkeln pro Fahrt:
Szenario Dunkelheit gesamt pro Fahrt heutige Regel mit Umstellung 1'941 min 9,1 min immer Sommerzeit 2'122 min 9,9 min immer Winterzeit 2'306 min 10,8 min Beide Alternativen sind schlechter. Der Grund ist, dass ich morgens und abends fahre: Dauernde Sommerzeit würde mir abends 565 Minuten Dunkelheit sparen, morgens aber 745 kosten. Netto ein Verlust. Das Umschalten legt das Licht im Sommer in den Abend und im Winter in den Morgen, und genau das passt zum Pendeln.
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Die Temperaturdrift des Powermeters, an zwei Bergfahrten nachgeprüft
Dass der SL-Powermeter in der Kälte zu hoch liest, stand schon länger auf Velos: rund −0,8 Watt pro Grad, ermittelt über viele Fahrten. Am 22. Oktober liess sich die Konstante zum ersten Mal an zwei einzelnen Auffahrten prüfen — gleiches Segment, gleiches Velo, fast gleicher Puls, neun Grad Unterschied.
17.09.2026, 18 °C 22.10.2026, 9 °C Anzeige 340 W 339 W physikalisch nötig 337 W 324 W Abweichung roh +2,7 W +15,0 W nach −0,8 W/°C +2,7 W +2,6 W Die Anzeige war an beiden Tagen praktisch identisch. Die tatsächlich nötige Leistung war es nicht: Am kalten Tag war ich 37 Sekunden langsamer, bei zwei Kilo mehr Systemmasse durch Körpergewicht und Winterkleidung. Nach der Temperaturkorrektur liegen beide Abweichungen auf demselben Wert.
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Kälte kostet 18 Prozent, nasse Strasse nichts
Zwei Fragen aus den Videos vom 22. Oktober: Wie viel mehr muss ich bei Kälte treten, und was kostet die nasse Strasse? Für die Antwort sind 94 Hinfahrten aus 2026 durchgerechnet, von −8 bis 26 °C, je Velo getrennt und um die Powermeter-Drift bereinigt.
Die Kälte kostet viel, aber nur zum kleineren Teil wegen der Kälte. Rein physikalisch sind es 0,25 % mehr Leistung pro Grad — kalte Luft ist dichter. Im Alltag mit Winterkleidung, Schutzblechen und Überschuhen werden daraus 0,8 bis 0,9 %. Bei 0 °C heisst das 18 % mehr Watt für dasselbe Tempo, 226 statt 192. Dreizehn dieser Prozentpunkte gehen auf die Ausrüstung, nicht auf die Luft.
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Der Wochenplan steht jetzt da
Auf YouTube kam die Frage, wie das konkret aussieht — und die Antwort stand nirgends auf dieser Seite. Jetzt schon: Dienstagmorgen 3×8 Minuten im Flachen, Donnerstagabend 2×8 am Albis (für ein drittes ist der Anstieg zu kurz), der Rest Grundlage. Dazu das Streckenprofil, das den Unterschied erklärt: Der Hinweg durchs Sihltal hat 193 Höhenmeter, der Rückweg über den Albis 376 — gemessen über 94 beziehungsweise 99 Fahrten. Siehe Trainingsplan. Wie so ein Intervall aussieht, zeigen zwei Videos: vorher (IG · TikTok · YT) und mittendrin bei 330 Watt (IG · TikTok · YT).
Korrektur: die Grundlagen-Grenze lag 15 Schläge zu hoch
Die Zonentabelle gab den Grundlagenbereich mit „unter Puls 154" an — 82 % der maximalen Herzfrequenz, also die Formel. Gefahren wird deutlich tiefer: Der Median meiner lockeren Fahrten liegt bei Puls 132, nur 9 % gehen über 145. Wie weit die Formel danebenliegt, zeigt der 9. März 2026: 57 Minuten, 296 Watt im Schnitt, normalisiert 315 — bei einem Durchschnittspuls von 150,6. Nach der Tabelle wäre das noch Grundlage gewesen. Zwischen Puls 132 und 152 liegen bei mir rund 50 Watt. Die korrigierte Fassung samt Messwerten steht auf Trainingsplan, die Fahrt vom 9. März auf Strava. Wie sich das anfühlt, steht in drei Videos: der Umstieg (IG · TikTok · YT), die Bilanz nach zwei Wochen (IG · TikTok · YT) und nach acht (IG · TikTok · YT).
Albis-Ziel erreicht — 9:24, und 8,6 Sekunden lagen im Rucksack
Das Ziel „unter 9:30 am Albis" steht seit dem 1. Oktober erledigt da: 9:24, vier Sekunden unter der alten Bestzeit. Der Stream-Vergleich mit den beiden nächstschnellsten Auffahrten zeigt aber etwas Interessanteres als die Zeit. Nach 1800 Metern lag ich 11,7 Sekunden vor der 9:28 und kam mit nur 3,9 ins Ziel — durchgehend stärker, aber ohne Schlussantritt. Dazu waren zwei Jacken und ein Gilet im Gepäck, rund 1,6 kg, die bei gleicher Leistung 8,6 Sekunden kosten. Die Tabellen stehen auf Entwicklung, die Fahrt auf Strava. Videos: die Ansage (IG · TikTok · YT) und die Auflösung (IG · TikTok · YT).
Was ein Kilo am Berg kostet, hängt vom Tempo ab
Die Faustregel „1 kg kostet 6,5 Sekunden am Albis" stimmt nur für die langsame Auffahrt. Bei der 9:24 vom 1. Oktober nachgerechnet sind es 5,4 Sekunden pro Kilo — je schneller der Anstieg, desto weniger kostet Gewicht in Sekunden und desto mehr in Watt. Beide Werte stehen jetzt nebeneinander auf Velos, damit klar ist, welcher wofür gilt. Das Video dazu nennt noch die alte Pauschale (IG · TikTok · YT).
Neu auf YouTube — und veröffentlicht per API
Die Reels laufen jetzt auch als Shorts auf YouTube @velo-tom — der Kanal ist neu verlinkt (Menü und Startseite). Neuer Abschnitt auf Videobearbeitung: Upload mit Publish-Zeit, Untertitel und Playlist laufen per Skript über die YouTube Data API — nur das Thumbnail bei Shorts bleibt Handarbeit (YouTube-Fehler). Der Code liegt wie üblich unter code/: yt_api.py, dazu neu gear_overlay.py (Di2-Gang im Bild), drone_telemetry.py (DJI-Flugdaten) und reel_times.py.
Steigung aus dem swisstopo-Höhenmodell
Der barometrische Höhenmesser des Velocomputers glättet kurze Rampen um zwei bis drei Prozentpunkte: 8 % im Overlay, wo es laut Geländemodell 10 % sind. Das Overlay holt die Steigung deshalb neu aus dem Höhenmodell von swisstopo (api3.geo.admin.ch), Punkt für Punkt entlang des GPS-Tracks. Die Nachmessung mit Tabelle steht auf Videobearbeitung.
Woher die Daten kommen — Strava-Stream vs. Garmin-FIT
Neuer Abschnitt auf Videobearbeitung: welche Fahrdaten aus der Strava-API kommen (Watt, Puls, Tempo, Temperatur, GPS) und welche nur im Garmin-FIT stecken (Sensor-Seriennummern, Di2-Gangwahl) — plus warum das Garmin-Rate-Limit den ganzen Ablauf prägt.